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Hallo, ich bin Meret

Strickdesignerin, kreative Gastgeberin, Mitgründerin des Swiss Yarn Festivals – und ziemlich hoffnungslos gwundrig.

Butzeria hat mit Stricken angefangen. Und Stricken ist bis heute mein Handwerk, meine Spielwiese und wahrscheinlich eine meiner liebsten Arten, herauszufinden, was passiert, wenn man eine Idee ein bisschen weiterdenkt.

Inzwischen ist daraus allerdings einiges mehr geworden: Ich entwerfe Strickdesigns, unterrichte in der Schweiz und im Ausland, organisiere gemeinsam mit Asita das Swiss Yarn Festival und habe seit 2026 mit Butzeria's Loft einen eigenen Ort in Glattfelden.

Das sieht auf den ersten Blick vielleicht nach ziemlich vielen verschiedenen Dingen aus.

Für mich gehören sie zusammen.

Meret Bützberger

Ich mag Dinge, die nicht ganz das tun, was man erwartet

Das merkt man wahrscheinlich am schnellsten an meinen Strickdesigns.

Ich habe mich nie besonders gern auf einen Stil oder eine Technik festgelegt. Da gibt es einen Winter Wedding Coat in Doubleface, einen Punk Sweater in Stranded Knitting, den Misty Mountain Shawl & Sweater und den Lilibeth Sweater in Lace – und dazwischen jede Menge andere Ideen, bei denen irgendwann die Frage im Raum stand:

Kann man das nicht auch anders machen?

Doubleface gehört zu meinen Spezialgebieten und begleitet mich schon lange. Aber genauso liebe ich Lace, Colourwork, ungewöhnliche Konstruktionen und technische Kniffe.

Mich interessiert beim Entwerfen weniger die Technik an sich als das, was ich mit ihr machen kann.

Ich mag den Moment, in dem aus einer etwas verrückten Idee plötzlich etwas entsteht, das tatsächlich funktioniert.

Und manchmal auch den Moment davor, in dem ich noch überhaupt keine Ahnung habe, ob es funktionieren wird.

Noch lieber mag ich vielleicht diesen einen Satz: „Das kann ich nicht.“

Nicht weil ich ihn gerne höre.

Sondern weil ich weiss, was manchmal ein paar Stunden später daraus wird:

„Oh. Doch.“

Genau deshalb unterrichte ich.

Nicht, weil ich vorne stehen und zeigen möchte, wie etwas „richtig“ geht. Sondern weil ich Menschen helfen möchte zu verstehen, warum etwas funktioniert – und ihnen damit das Werkzeug geben möchte, selbst weiterzumachen.

Du musst bei mir nicht schon alles können. Du musst auch nicht besonders talentiert sein. Und du musst ganz bestimmt keine Angst davor haben, eine vermeintlich dumme Frage zu stellen.

Nichtwissen ist kein Beweis dafür, dass du etwas nicht kannst.

Es ist meistens einfach der Punkt, an dem man anfängt.

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Und irgendwann wurde aus dem Stricken ein ganzer Raum

2026 kam Butzeria's Loft dazu.

110 Quadratmeter in Glattfelden, die heute mein Arbeitsplatz, Workshopraum, Treffpunkt, Experimentierfeld und manchmal auch mein eigener kreativer Spielplatz sind.

Und ziemlich schnell habe ich gemerkt: Die Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen hierher.

Manche möchten etwas lernen.

Manche möchten etwas ausprobieren.

Manche kommen mit ihrem Strickzeug, setzen sich hin und möchten für ein paar Stunden einfach ihren Alltag draussen lassen.

Und ich finde: Alles davon darf sein.

Vielleicht ist genau das das Schönste am Loft. Es muss nicht jedes Mal etwas Grossartiges passieren, damit die Zeit darin wertvoll war.

Meine Neugier hört allerdings nicht bei zwei Stricknadeln auf

Gib mir Papier, Stoff, Garn, eine Schere, einen Stift, eine Nähmaschine oder irgendein Material, bei dem ich noch nicht genau weiss, was ich damit anfangen soll – und die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gross, dass ich irgendwann damit herumspiele. 

Daraus ist unter anderem die Gwunder-Zyt entstanden.

Ein Tag, an dem man ausprobieren darf. Stricken, sticken, nähen, Papier schneiden, zeichnen, kleben – oder etwas ganz anderes anfangen.

Ohne dass am Ende zwingend etwas Schönes, Sinnvolles oder Instagramtaugliches auf dem Tisch liegen muss.

Das fällt erstaunlich vielen von uns schwer.

Wir sind es gewohnt, Dinge mit einem Ziel zu tun. Etwas soll fertig werden. Gut aussehen. Nützlich sein. Man sollte möglichst vorher wissen, was man tut.

Aber manchmal passiert etwas Spannendes, wenn für einen Moment genau das wegfällt.

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Ich schaffe Räume, in denen Menschen entdecken können, was in ihnen steckt

Manchmal ist dieser Raum eine Strickanleitung.

Manchmal ein Workshop.

Manchmal ein Festival mit Tausenden von Menschen.

Manchmal ein Tisch im Loft.
 

Und manchmal tatsächlich nur ein kleines Stück Papier und die Frage:

Was wäre, wenn ich einfach mal anfange?
 

Ich weiss vorher nicht immer, was daraus entsteht.

Aber wahrscheinlich ist genau deshalb Gwunder eines meiner Lieblingswörter.
 

Schön, dass du hier bist!

 

Dafür habe ich inzwischen ein Wort: Weissraum

Weissraum ist keine neue Kreativtechnik und kein Versprechen, dass etwas Bestimmtes passieren wird.

Es ist eher eine Haltung, die schon lange in meiner Arbeit steckt, bevor ich überhaupt einen Namen dafür hatte.

Raum lassen für das, was noch nicht feststeht.

Für Fragen.

Für Fehler.

Für eine andere Idee.

Für Nichtwissen.

Für den Moment, in dem jemand etwas ausprobiert, obwohl sie sich vorher sicher war, dass sie es nicht kann.

Und manchmal auch einfach dafür, mit einem Kaffee und dem eigenen Strickzeug an einem Tisch zu sitzen und eine Weile nichts leisten zu müssen.

Wenn ich heute auf all die unterschiedlichen Dinge schaue, die unter Butzeria entstanden sind, erkenne ich genau darin den roten Faden.

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